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Stressprävention

Stress und seine gesundheitlichen Auswirkungen gehören zu den häufigsten Gründen für gesundheitliche Beschwerden, vor allem im mittleren Lebensabschnitt, und führen häufig zu Arztkonsultationen.

Die gesundheitlichen Auswirkungen sind vielfältig und reichen von verschiedensten körperlichen und psychischen Beschwerden bis zum Erschöpfungszustand („burnout“).

Hier ist Prävention das Zauberwort, nach dem Motto „vorbeugen ist besser als heilen“.

Gerade in der Lebensmitte mit ihren vielfältigen Herausforderungen wie Familie, Kinder, Beziehung, berufliche Karriere, Hausbau, finanziellen Belastungen und vielem mehr ist es besonders wichtig, das innere und äussere Gleichgewicht zu erhalten, und rechtzeitig zu spüren, wann eine Situation aus dem Ruder läuft. Das ist nicht immer einfach, und so ist es Aufgabe des Arztes, den Patienten auf diese Zusammenhänge hinzuweisen.

„Lifestyle“-Änderungen, Änderungen des Lebensstils sind dann gefragt:

  • sorgen Sie für genügend Schlaf.
  • bewegen Sie sich regelmässig, idealerweise 180 Minuten pro Woche. Davon 150 Minuten in ruhigem Tempo (z.B. 30 Minuten Spazieren pro Tag), und 30 Minuten mit höherer Intensität (z.B. Treppensteigen, Joggen, Krafttraining mit Intervalltraining etc.)
  • sorgen Sie für eine ausgewogene und gesunde Ernährung
  • halten Sie Ihr Körpergewicht stabil: ab dem mittleren Lebensalter nimmt der Mensch pro Jahr 1 kg zu, da sich der Stoffwechsel verändert. Dem kann nur durch entsprechende Kalorienreduktion und genügend körperliche Bewegung entgegengewirkt werden.
  • lassen Sie, falls möglich, 2-3 Mal pro Woche die Abendmahlzeit weg („dinner cancelling“). Sie gönnen Ihrem Körper dadurch eine Pause und wirken verjüngend auf ihn ein.
  • hören Sie auf zu rauchen
  • trinken Sie Alkohol massvoll
  • lassen Sie die Arbeit mit ihren Sorgen und Verantwortungen im Büro, nehmen Sie sie möglichst nicht mit nach Hause
  • pflegen Sie Ihre Beziehung, verbringen Sie möglichst viel Zeit im Kreis ihrer Familie und Freunde
  • vermeiden Sie chronischen Ärger und Sorgen
  • begleichen Sie Ihre „Rechnungen“ im persönlichen Bereich. Lassen Sie keine langdauernden Konflikte im persönlichen und beruflichen Umfeld zu, die Ihnen an die Substanz gehen. Schliessen Sie Frieden mit sich selber und den anderen, suchen Sie das Gespräch.
  • sorgen Sie dafür, dass Sie die Prioritäten im Leben richtig setzen. Geniessen Sie materielle Vorteile und Karriere, aber lassen Sie nicht zu, dass diese Ihr Leben bestimmen.
  • versuchen Sie dem tieferen Sinn der menschlichen Existenz auf den Grund zu gehen durch religiöse oder spirituelle Zuwendung. Längst haben die modernen „Tempel des Konsums“ unsere früheren „Tempel“, unsere Kirchen verdrängt. Konsum, Geld, Streben nach materiellem Wohlstand und Karriere bestimmen oft unser Leben, die sinngebende Beschäftigung mit religiösen und spirituellen Inhalten, wie sie früher üblich war, ist weitgehend verschwunden, mit den bekannten verheerenden Auswirkungen auf unser eigenes Leben, dasjenige unserer Gesellschaft und der Umwelt. Versuchen Sie diesem verhängnisvollen Trend persönlich entgegenzuwirken. Meditieren Sie, oder suchen Sie sich eine Entspannungstechnik, die Ihren Körper „herunterfährt“ vom hektischen Alltagsleben und Sie empfänglich macht für die wahren Werte des Lebens.

Das sind viele Dinge auf einmal. Natürlich ist es unrealistisch, zu erwarten, dass alle davon umgesetzt werden können. Sie sollen auch nur als Anstoss dazu dienen, ein möglichst gesundes, glückliches, erfülltes und sinngebendes Leben zu führen. Die Entscheidung darüber, wie dieses auszusehen hat, entscheidet letztendlich jeder einzelne selber.

Check-up Untersuchungen machen je nach persönlichen Risikofaktoren und familiären Belastungen ab ca. 50 jährig oder je nachdem auch schon früher Sinn, müssen aber nicht flächendeckend und in jedem Fall durchgeführt werden. Gerne beraten wir Sie darüber, ob und wann eine Check-up Untersuchung bei Ihnen durchgeführt werden sollte.

06.12.17 Gesundheitstipps , , ,